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Rette mich wer kann!

Matabele-Ameisen südlich der Sahara haben ein Rettungssystem für verletzte Artgenossen entwickelt. Kommt es im Beutekampf zu Verletzungen, sendet die verwundete Ameise Botenstoffe aus und lässt sich anschließend ins Nest transportieren.

Ein für Insekten ungewöhnliches Verhalten: Auf ihren Beutezügen haben Matabele-Ameisen ein Rettungssystem entwickelt, um verwundete Artgenossen zurück ins Nest tragen zu können.

Ameisen können das Zehnfache ihres eigenen Körpergewichts tragen. Sie nutzen ihre Kraft jedoch nicht nur, um Blätter und Äste für den Nestbau anzuschleppen, sondern auch, um verwundete Artgenossen in den Bau zurück zu bringen. Dieses Phänomen konnten Wissenschaftler der Universität Würzburg nun bei afrikanischen Matabele-Ameisen südlich der Sahara beobachten. Die Insekten fressen Termiten und ziehen mehrmals am Tag in Kolonnen aus, um die Termiten an ihren Futterstellen zu töten und die Opfer mit ins Nest zu ziehen. Doch die Beutezüge laufen meistens nicht ohne Verluste ab. Um die verwundeten Ameisen nicht zurück zu lassen, haben die Insekten ein einzigartiges Rettungssystem entwickelt. Mittels chemischer Signalstoffe „ruft“ die verletzte Ameise ihre Artgenossen und lässt sich von ihnen zurück ins Nest tragen und dort verarzten.

Quelle:  Biozentrum der Universität Würzburg

Publikation:  Science Advances