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Mit Nanopartikeln gegen Eisenmangel

Jede fünfte Frau in Europa um die 20 Jahre leidet an Eisenmangel. Die Folgen wie Müdigkeit, Blutarmut oder Kopfschmerz können durch die Einnahme von Eisenergänzungsmitteln verringert werden. Um die Verfügbarkeit im Körper zu verbessern, haben Forscher Eisen-Nanopartikel (schwarze Punkte) auf Molkeprotein-Nanofasern gebunden. © ETH Zürich / Yi Shen

Zu wenig Eisen im Körper kann zu Müdigkeit, Kopfschmerz oder Blutarmut führen. Damit Eisenergänzungsmittel künftig besser im Körper aufgenommen werden können, haben Forscher essbare Nanofasern aus Molkeproteinen mit Eisen-Nanopartikeln versehen.

Wer schon einmal Blut auf der Zunge hatte, weiß wie unangenehm Eisen schmeckt. Um Eisenmangel vorzubeugen werden Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel dennoch oft mit dem Spurenelement angereichert. Züricher Forscher haben nun ein eisenhaltiges Material entwickelt, welches für den Körper leicht verwertbar ist, einen neutralen Geschmack behält und aus einem Nebenprodukt der Milchproduktion hergestellt werden kann.

Das Hybridmaterial besteht aus essbaren Molkeprotein-Nanofasern, welche mit leicht verwertbaren Eisen-Nanopartikeln angereichert werden. Die sonst instabilen Eisen-Nanopartikel lagern sich dabei stabil an der Oberfläche der Molkeprotein-Fasern an. In Versuchen mit Ratten konnten die Wissenschaftler bereits die selbe Wirksamkeit für ihr Präparat nachweisen, wie die derzeitige Standardbehandlung mit Eisensulfat zur Eisenergänzung beim Menschen aufweist.

Quelle: ETH Zürich

Publikation: Nature Nanotechnology